Theo´s Tipp im Januar

Liebe Gartenfreunde,

dieses Jahr gab es bei uns einen sehr milden Jahreswechsel. Ein Tiefdruckgebiet folgte dem nächsten. Damit es in dieser Zeit richtig kalt wird, benötigen wir Strömungen aus Russland und Ostwinde.

Auch wenn wir Gärtner starke Fröste fürchten, so helfen diese uns auch. Bei milden Temperaturen überwintern manche Schädlinge, während diese bei tiefen Temperaturen absterben und sich im Frühjahr erst aus im Herbst abgelegten Eiern entwickeln müssen.

Ein großer Nutzen von Frösten ist die sogenannte Frostgare. Gerade Gartenfreunde mit schweren Tonböden nutzen diese gerne. Wird im Herbst umgegraben und verbleiben die Schollen auf dem Gartenland, lässt der Frost das Wasser in den Schollen gefrieren und die Schollen fallen in guter Krümelstruktur auseinander.

Übel wird es, wenn wir nach einem milden Winter im Frühjahr starke Fröste bekommen. In der Winterruhe können die Pflanzen unserer Breiten tiefe Temperaturen gut vertragen. Anders sieht es aus, wenn diese schon ausgetrieben haben. Diese Situation hatten wir im Frühjahr 2021, als im April die Temperaturen nach einem warmen März zweistellig unter null fielen. Helfen und schützen langfristig kleine Hecken. Deshalb sind historisch Kloster- und Bauerngärten mit Hecken und Einfassungen angelegt, weil diese Pflanzen vor kalten Winden und Frösten schützen. Wer seinen Weihnachtsbaum noch hat, kann mit den Zweigen auch vorbeugend die Rosen abdecken.

Wem die Finger jucken und im Garten aktiv werden möchte, sollte die geplanten baulichen Maßnahmen vorziehen. Warum nicht jetzt schon das gewünschte Spalier anbringen oder schon die Nistkästen für das Frühjahr aufhängen. Unsere Vögel sichern sich Ihre Kinderstube früher als wir denken.

Jetzt ist auch Zeit, die spannende Gartenliteratur, die man zum Fest geschenkt bekommen hat, zu lesen. Ich schätze die Gartenbücher von John Seymour sehr. Dann können wir weitere Aktivitäten für 2022 planen.

Euer Theo

 

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